Die Parochie (Kirchspiel) Wählitz war sehr bedeutend im 16. Jahrhundert. Es gehörten Hohenmölsen, Göthewitz und Deumen sowie die umliegenden Dörfer dazu. Der Rittmeister von Biesenrodt kaufte das Rittergut und übernahm damit die Patronatsrechte.

 

Dieser Erbbauvertrag wurde im Jahre 1679 von Herzog Augustus zu Halle ratifiziert. Das Patronatsrecht blieb beim Rittergut bis zum Jahr 1749. Nach einem Wechsel zum Landesherren (Gründe nicht bekannt) wurde das Patronatsrecht im Jahr 1803 wieder an das Rittergut übergeben. Der Gutsherr bekam die Auflage, die marode Kirche in Wählitz zu sanieren und Schulgeld für sechs arme Kinder zu bezahlen.

 

Über den ersten Bau der Kirche ist nichts bekannt. Im Jahr 1616 war die Kirche so baufällig, dass sie grundlegend saniert werden musste. In den Jahren 1694-1696 ist der Kirchturm neu gebaut worden. 1695 lies der Rittergutsbesitzer auch die Kirche neu renovieren und ausmalen. Im Laufe der weiteren Jahrzehnte war die Kirche so baufällig geworden, dass sie im Jahr 1817 geschlossen werden musste. Sie wurde abgerissen und mit Spendengeldern der umliegenden Gemeinden wieder neu aufgebaut. Die Einweihungsfeier fand am 2. Advent 1819 mit dem Superintendenten Schmidt aus Weißenfels statt. Die Kirche kostete 3.200 Thaler, mit Ausnahme von 100 Thalern erbaut mit Spendenmitteln.

Erst im Jahr 1819 wurde eine Orgel vom bekannten Orgelbauer Böhme aus Zeitz eingebaut. Zuvor gab es nur ein kleines Orgelpositiv.

 

Der erste Prediger nach der Reformation war ab dem Jahr 1530 Johann Leupolt aus Zeitz. Er war bis zum Jahr 1539 der erste evangelische Pfarrer. Er trat vom Papstum zum lutherischem Glauben über.

 

 
 
... ein Projekt des Evangelischen Kirchspiels Hohenmölsen-Land